Auf zum Klassenerhalt - Teil 2 Mainz 05
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- Geschrieben von Philipp
Gegen Mainz stand Teil 2 unseres Projekts „Auf zum Klassenerhalt“ auf dem Programm. Wir hatten uns drei Tage gratis in Bremen einquartiert. HRS und dem Atlantic Hotel Universum sei Dank.
Am Samstag nutzten wir nach einem reichhaltigen Frühstück die kurzen Wege und schauten zunächst im Wissenschaftscenter Universum (R) Bremen vorbei. Bisher hatten wir das nie geschafft. Aber dieses Mal passte es perfekt. In knapp drei Stunden konnten wir uns als Forscher und Tüftler in zahlreichen Experimenten in den Themenbereichen Technik, Mensch und Kultur versuchen, Erlerntes aus der Schule auffrischen und auch einige neue Dinge lernen. Da wir in den drei Stunden nicht alles entdecken konnten, kamen wir am späten Nachmittag zur Verlängerung vorbei. Dazwischen waren die Werder-Frauen bei einem „wilden Ritt auf Platz 11“ dran. Der tolle und ereignisreiche Tag klang bei geselliger Runde und gutem Essen und Trinken im Schüttinger aus. Da den ganzen Tag nasskaltes Schietwetter herrschte, ging’s danach wieder in die Sauna.
Am Sonntag hofften wir auf einen ähnlich erfolgreichen Tag beim Hauptgrund unseres Besuchs. Das Heimspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 stand an. Nach den Siegen gegen Heidenheim und Union sollte unbedingt der nächste Dreier eingefahren werden, um in der Tabelle einen klaren Schritt nach vorn zu machen und sich etwas aus dem gröbsten Schlamassel zu befreien.
Das Spiel startete vielversprechend. Bereits nach 4 Minuten hätte man in Führung gehen können, aber mehr als Schüsschen von Keke Topp brachte der Freistoß nicht ein. Im direkten Gegenzug zeigte sich: Abstiegskampf ist kein Ponyhof! Männerfußball heißt Kämpfen und nicht Tauben vertreiben! Eben diese Situation ergab sich auf der rechten Bremer Abwehrseite bei einem Einwurf der Mainzer: Während Marco Grüll versuchte, eine Taube zu verscheuchen, ließ der wieder einmal sehr schlechte Schiedsrichter Sascha Stegemann trotz offensichtlich anderslautender Absprachen das Spiel weiter laufen und den Einwurf ausführen. Der Rest lief wie in einem schlechten Traum: Einwurf Mainz, Flanke und Tor durch Paul Nebel, während Marco Grüll noch mit der Taube spielte.
In Minute 9 köpfte Leo Bittencourt eine Ecke von Cameron Puertas an den Querbalken. Ab da verflachte die Partie mehr und mehr. Echte Chancen blieben Mangelware. Nur der Schiedsrichter fiel durch weitere Schwächen in der Beurteilung von Spielsituationen auf. Während die Mainzer schalteten und walteten und bei Zeitspiel nur ermahnt statt verwarnt wurden, bekam Bittencourt Gelb, als er seinen Gegenspieler bei einem Zweikampf minimal im Gesicht erwischte. Mit 0:1 ging es bei gellendem Pfeifkonzert in die Pause.
Zur zweiten Hälfte ersetze Justin Njinmah den erneuten schwach spielenden Keke Topp. Am Spiel änderte das nichts. Während die Bremer planlos umher stocherten, keinen Pass zum Mitspieler bekamen, sich gegenseitig anschossen oder der Ball wegen Missverständnissen im Aus landete, stocherte Mainz erfolgsversprechender. Mit dem dritten Schuss aufs Tor erzielte Mainz durch Lee Jae-Sung nach einem hoppelnden Ball das 0:2. Nachdem der Bremer Verteidiger daneben grätschte, musste der Mainzer nur noch den Fuß hinhalten, um den Ball im Zeitlupentempo über die Linie zu befördern.
Im Anschluss feierten noch zwei unserer Nachwuchsspieler, wohl auch mangels Alternativen, ihr Bundesligadebüt: Nach der Verletzung von Julián Malatini durfte Mick Schmetgens ran. Und kurz vor Schluss stand auch Salim Musah erstmals in der Bundesliga auf dem Platz. Das Spiel schleppte sich dem Schlusspfiff entgegen. Zu erwähnen ist noch die, wieder sehr kleinliche, fünfte gelbe Karte gegen Jens Stage, die unsere Personalsituation gegen Wolfsburg weiter verschlechtert. Ziemlich frustriert traten wir die Heimreise an.
Wir hoffen auf mehr Erfolg in Wolfsburg!
