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Hamburger SV - WERDER BREMEN 25/26
Nach fast 8 Jahren, einer gefühlten Ewigkeit, stand mal wieder das „echte“ Nordderby an. Entgegen den Erwartungen hatten wir als Fanclub sogar einige Tickets für uns gewinnen können. Die Vorfreude war dementsprechend groß, auch wenn die Anstoßzeit am Sonntag einige logistische Probleme mit sich brachte.

Wir reisten am Samstag an. Wichtige Entscheider hatten sich das Ziel gesetzt, mit der Sperrung des Elbtunnels über 3 Tage am Derby-Wochenende den Verkehr in und um Hamburg maximal zu behindern. Wir hatten ein Hotel in Arena-Nähe gebucht. Die Fahrt aus dem Süden von Hamburg dorthin dauert normalerweise 20 Minuten. An diesem Tag brauchten wir fast 2 Stunden. Zum Glück waren wir rechtzeitig losgefahren und hatten trotzdem noch genügend Zeit für eine ausgiebige Sightseeing-Tour. Nach dem Besuch der Binnenalster und dem dortigen Wintermarkt, der Fahrt mit der Fähre durch den Hafen und einem reichhaltigen Abendessen im Schweinske stand zum Abschluss des Tages noch ein echtes Highlight auf dem Programm: Ein Besuch des Miniatur-Wunderlands. Seit unserem letzten Besuch ist hier viel dazu gekommen. Wir waren begeistert! Leider war die Zeit wieder viel zu kurz.

Am Matchday ging es in Richtung Arena. Endlich wieder Derby! Wir waren so voller Vorfreude und frühzeitig da. Wir hatten einen perfekten Parkplatz, um nach dem Spiel, den baustellenbedingten Umständen entsprechend, schnell auf die Abreise zu kommen. Gut gestärkt mit Bier und Wurst ging es zum Stadion. Die Stellinger hatten sich dieses Jahr etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Eine maximal zeitaufwändige Einzelkontrolle mit nur 10 Kontrollkräften für den gesamten Gästeblock! Allerdings erschien diese Prozedur am Ende auch nicht gerade wirkungsvoll.

Beide Seiten lieferten vor Spielbeginn eine sehenswerte Choreo. In der ersten Hälfte waren wir nicht so schlecht. Dennoch war es ein zähes Spiel mit wenigen Höhepunkten. Erst kurz vor dem Pausentee waren wir so richtig gefährlich und unser Dauer-Goalgetter Jens Stage erzielte mit einem gefühlvollen Distanzschuss das 0:1. Das Spiel schien in die richtige Richtung zu laufen und alle waren bester Laune.

Was dann allerdings in der zweiten Halbzeit passierte, war nur schwer zu ertragen. In einem „Rausch kompletter Passivität“ kassierten wir in Minute 64 zunächst den Ausgleich und nur 10 Minuten später das 2:1. Zwar gelang Justin Njinmah noch das erste Stürmertor der Saison. Doch das Spiel führten wir insgesamt viel zu passiv und dem Anlass nicht angemessen. Auch wunderte man sich über die ausbleibenden Wechsel in dieser Situation, da einige Spieler längst platt waren. So kam es, wie es kommen musste: Eine erneut völlig passiv agierende Mannschaft von Werder Bremen ebnete dem Gegner den Weg zum Siegtreffer. Die gute Laune war verflogen. Restlos bedient machten wir uns auf die fünfstündige Rückfahrt.

Fazit: Unterm Strich war der Samstag schöner als der Sonntag!